Chinas Sehenswürdigkeiten
Alle Sehenswürdigkeiten Chinas aufzulisten würde viele Bücher füllen.

Faszinierend sind vor allem die abwechslungsreichen Landschaften und auch Metropolen, die China zu bieten hat. Mit einer Vielzahl aufregender Städte und Sehenswürdigkeiten ist China schon lange kein Geheimtip mehr. Chinas Sehenswürdigkeiten sind genauso abwechslungsreich wie das Land selbst. Alle Sehenswürdigkeiten Chinas aufzulisten würde viele Bücher füllen.
Die lange Geschichte Chinas hat unzählige Kulturdenkmäler hinterlassen. Insgesamt erhielten über 200 Städte in China den Titel "Hervorragende Tourismusstadt Chinas".
Als Symbol der chinesischen Nation ist die Große Mauer die berühmteste Touristenattraktion Chinas. Sie ist eines der großartigsten Baudenkmäler in der Geschichte der Menschheit. Viele Abschnitte der Großen Mauer wie Badaling, Laolongtou und Jiayuguan samt den dazugehörigen Festungen, Pässen und Wachtürmen sind für Touristen zugänglich.
Grotten, Felsbilder und Skulpturen sind ebenfalls wertvolle touristische Ressourcen Chinas. Grotten befinden sich überwiegend in der Provinz Gansu entlang der antiken Seidenstraße. Die Mogao-Grotten, die bekanntes-ten Höhlen Chinas, werden "Schatzkammer der Kunst des Orients" genannt. Die 492 Höhlen von Mogao liegen über einige Felswände verstreut. Sowohl die Wandmalereien, deren Gesamtfläche 45 000 Quadratmeter betragen, als auch die rund 2100 bemalten Skulpturen zeugen von einer erstaunlichen künstlerischen Meisterschaft.
Der riesige Buddha von Leshan in der Provinz Sichuan repräsentiert die buddhistische Bildhauerkunst Südchinas. Dieser aus dem Hang des Berges Leshan herausgemeißelte Buddha, der größte sitzende Buddha Chinas, ist 71 Meter hoch und seine Schultern sind 28 Meter breit. An der wohlproportionierten Statur erkennt man die hervorragende Kunstfertigkeit der Steinmetze, die ihn schufen.
Fast überall in China gibt es religiöse Wallfahrtsorte. Das im Jahr 495 gegründete Shaolin-Kloster gilt als Ursprungsort der chinesischen Chan-Schule (Zen-Schule) des Buddhismus. Weltbekannt ist es für das Shaolin-Kungfu. Im Kloster werden Zeichnungen über die Faustkampfkunst aus der Qing-Dynastie aufbewahrt. Ferner gibt es dort insgesamt 300 Quadratmeter große Wandgemälde der 500 Arhats aus der Ming-Dynastie.
Das schöne Landschaftsgebiet des Wudang-Gebirges befindet sich in der Provinz Hubei. Auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern ragen 72 bizarre Berggipfel empor. Es ist zugleich ein berühmter Wallfahrtsort für chinesische Daoisten. Die alten daoistischen Tempelbauten sind die größten und schönsten, die in China erhalten sind.
Der Berg Emei im Westen der Provinz Sichuan zählt zu den vier berühmten buddhistischen Bergen Chinas. Auf dem Berg sind viele Ruinen von alten buddhistischen Bauten zu besichtigen.
China hat 101 so genannte historisch-kulturelle Städte, von denen die meisten auf eine Geschichte von mindestens eintausend Jahren zurückblicken können. Die Städte Suzhou und Hangzhou südlich des Yangtse werden von alters her "das Paradies auf Erden" genannt. Flüsse und Seen in dem Gebiet sind von zahllosen Brücken überspannt. Netze von Wasserwegen durchziehen die alten Gemeinden und idyllischen Dörfer.
Die alte Stadt Pingyao, die in der Ming-Zeit entstand und bis heute gut erhalten ist, befindet sich im zentralen Teil der Provinz Shanxi. Hier wurden auch Überreste der jungsteinzeitlichen Yangshao- und Longshan-Kultur entdeckt, Beweis dafür, dass in diesem Gebiet bereits vor fünf- bis sechstausend Jahren Menschen lebten.
Die Altstadt von Lijiang in der Provinz Yunnan entstand während der Song-Dynastie. Sie ist das Zentrum der Dongba-Kultur der Naxi-Nationalität. Es gibt hier aber auch Kulturen anderer Nationalitäten, so z. B. der Han, der Tibeter und der Bai. Außerdem gibt es in Lijiang viele alte Steinbrücken, Ehrenbögen und Wohnhäuser aus der Ming- und der Qing-Zeit. Dieses Gebiet, das viel wertvolles Material für die Erforschung der Geschichte des chinesischen Wohnbaus liefert, wird als "lebendes Museum für alte Wohnhäuser" bezeichnet.
Die Stadt Guilin befindet sich im Autonomen Gebiet Guangxi, der Heimat der Zhuang- Nationalität im Südwesten Chinas. Es herrscht dort ein mildes Klima: Der Winter ist nicht zu kalt und der Sommer nicht zu heiß. Bei einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 19 Grad Celsius ist Guilin zu allen Jahreszeiten grün. Guilin verfügt über eine gute natürliche Umwelt. Laut geologischen Forschungen hat es auf dem heutigen Gebiet von Guilin vor über 300 Millionen Jahren ein Meer gegeben. Aufgrund der Erdkrustenbewegung bildeten aufsteigende Kalkablagerungen Festland. Dabei sind unter dem Einfluss von Verwitterung und Korrosion Guilins wunderschöne Gipfel, tiefe und herrliche Karsthöhlen sowie mysteriöse unterirdische Flüsse entstanden. Zusammen mit der schönen Umgebung des Lijiang-Flusses ergibt das die einzigartige, weltweit bekannte "Guilin-Landschaft" mit grünen Bergen, schönen Flüssen, einzigartigen Höhlen und zierlichen Steinen. In China wird die Landschaft von Guilin als "schönstes Landschaftsgebiet unter dem Himmel" bezeichnet.
Jiuzhaigou befindet sich im autonomen Bezirk Aba im Westen der Provinz Sichuan. Hier leben überwiegend Tibeter und Qiang. Jiuzhaigou ist ein 40 Kilometer langes Ypsilon-förmiges Tal. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Jiuzhaigou "Tal der neun Dörfer". Der Name kommt von den neun tibetischen Bergdörfern, die im verzweigten Tal verstreut liegen. Bekannt ist Jiuzhaigou vor allem wegen seiner einzigartigen Berglandschaft, bestehend aus einer Vielzahl von Seen und Wasserfällen. Wasser ist die Seele des Tals. Über die Täler verteilen sich mehr als 100 Seen. Die Tibeter nennen sie Haizi - Söhne des Meeres. Das Wasser der Seen ist kristallklar. Auch im Changhai-See, dem größten See in den Tälern, kann man bis auf den Grund sehen. Zu verschiedenen Tageszeiten, im Wechsel des Sonnenlichts und aus unterschiedlichen Perspektiven zeigt das Wasser unterschiedliche Farben. Das Wasser ist grün, wenn man es aus der Nähe beobachtet. Aus größerer Entfernung sieht das Wasser blau aus. Und die grünen Berge spiegeln sich in der glatten Flache der Seeoberfläche wider.
Kaum ein Berg in China hat so große historische und kulturelle Bedeutung wie der Taishan-Berg. Er ist zwar nicht der größte unter den sogenannten "Fünf berühmten Bergen in Nordchina", wohl aber der bekannteste. Dieser Berg befindet sich bei der Stadt Tai´an in der ostchinesischen Provinz Shandong. Er steht sowohl als Natur- als auch Kulturdenkmal auf der UNESCO-Liste des Erbes der Menschheit. Ihn bezeichnet man als den kulturellen Gipfel des Fernen Ostens. Mit nur 1545 Metern ist er nicht der höchste Berg in Nordchina. Doch er ist ein "kultureller Gipfel". Kaum ein anderer Berg in China hat so wertvolle Kulturdenkmäler aufzuweisen, wie der Taishan-Berg: 34 Tempel und riesige Inschriften sowie über 20.000 alte Bäume an den felsigen Hängen. Ihn bezeichneten die ehemaligen Kaiser Chinas als Altar für Himmel und Erde.
Das Huangshan-Gebirge (Gelbes Gebirge) befindet sich südlich des Yangtse in der Provinz Anhui. Es hat eine Grundfläche von über 1000 Quadratkilometern und einen Umfang von 150 Kilometern. Diese Geländeerhebung ist ein Meisterwerk der Natur mit wenigen Spuren menschlichen Wirkens. Deshalb ist das Gebirge ein beliebtes Reiseziel bei Touristen. Das Huangshan-Gebirge ist über 1800 Meter hoch. Vier Besonderheiten sind bei ihm hervorzuheben: merkwürdig geformte Felsen, Wolkenmeer unter seinen Gipfeln, seltsam gewachsene Kiefern und heiße Quellen. 1990 wurde das Huangshan-Gebirge in die "Liste des Weltkultur- und Naturerbes" (UNESCO-Liste) der Vereinten Nationen aufgenommen.
Ying Zheng, der China vereinte und so der erste Kaiser in der chinesischen Geschichte war, wollte ein riesiges Monument, das nach seinem Tod an seine Verdienste erinnern sollte, haben. Auch die Macht über seine riesige und unbesiegte Armee wollte er im Jenseits nicht verlieren. Also ließ er seine gigantische Begräbnisstätte bauen, mitsamt der Erfurcht gebietenden Terrakotta- Armee. Der historische Schauplatz ist das von Kriegen zerrüttete antike China vor mehr als 2200 Jahren - eine Epoche, die bezeichnenderweise als Zeit der "7 streitenden Reiche" bekannt ist. Die Grabanlage liegt im Ostteil des Kreises Lintong, 7,5 Kilometer von der gleichnamigen Kreisstadt entfernt, die zur Provinzhauptstadt Shaanxi gehört. Sie gehört zu einem der größten archäologischen Funde in China, auch in der Welt. Mehr als 750.000 Menschen mussten an dem Mausoleum arbeiten. Insgesamt gibt es an die 6.000 lebensgroße Soldaten, Kampfwagen und Pferdegespanne. Die Soldaten wurden erst im Jahre 1974 durch Zufall entdeckt, doch auch nach 2000 Jahren waren die Schwerter noch messerscharf. Das eigentliche Grab wurde bis heute noch nicht geöffnet.






















