Via Wifi können Fluggäste bei Air China jetzt im Flugzeug kostenlos im WLAN surfen.
Damit bei den Fluggästen zukünftig keine Langeweile mehr aufkommt, startete Air China mitte November einen neuen W-LAN-Service. Der angebotene Service ist eine Mischung aus Intranet und Internet.
Ein Intranet, von lateinisch intra für "innerhalb" und englisch net für "Netz", ist ein Rechnernetz, das im Gegensatz zum Internet nicht öffentlich ist. Auch wenn während des Fluges keine Verbindung zum Internet besteht, können die Fluggäste dennoch Emails verfassen oder ein Hotelzimmer in der Zielstadt buchen. Nach der Landung werden alle Emails und Bestellungen automatisch verschickt.
Auch während des Fluges können diverse Dienstleistungen genutzt werden, sofern der Fluggast über ein Tablet-PC oder Laptop verfügt, welches mit WIFI ausgestattet ist. Smartphones müssen an Bord allerdings immer ausgeschaltet bleiben und können deswegen auch nicht als Empfangsgeräte verwendet werden. Online können Bücher gelesen und Filme angeschaut werden. Darüber hinaus können die Fluggäste untereinander online chatten.
Zukünftig soll bei Air China auch ein Internetzugang während des Fluges verwirklicht werden. Da hierfür spezifische Anlagen ins Flugzeug eingebaut werden, die den Informationsaustausch zwischen der Erde und der Maschine in der Luft ermöglichen, wird dieser Service eventuell jedoch nicht kostenlos sein. Das jetzt eingeführte Angebot aus Intranet und Internet wird jedoch nach Aussage von Air China auch zukünftig kostenlos sein.
Air China ist nach der China Southern Airlines die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik China mit Sitz in Peking und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance. Air China bietet auch Direktflüge zwischen Deutschland und China an. Drehkreuze von Air China sind der Flughafen Peking, der Flughafen Shanghai-Pudong und der Flughafen Chengdu.
Der erste Flug mit dem neu angebotenen Service erfolgte auf der Flugverbindung zwischen Peking und Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Service auf inländischen chinesischen Strecken angeboten wird. Künftig soll auch auf anderen Flügen von Air China der WLAN-Dienst umsonst angeboten werden.
Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes in China entwickelt sich zum treibenden Motor der Tourismusbranche.

China wird bis 2015 nach Einschätzung der UN-Welttourismusorganisation UNWTO das meistbesuchte Land der Welt. Gleichzeitig wird das Eisenbahnnetz in China unter Hochdruck ausgebaut. Schon heute fahren auf dem 8358 Kilometer langen chinesischen Streckennetz einige der schnellsten Züge der Welt. Ebenso rekordverdächtig ist der weitere Ausbau des Schienennetzes. Bis zum Jahr 2015 soll das Hochgeschwindigkeitsnetz nach dem Willen des chinesischen Eisenbahnministeriums auf 16.000 Kilometer anwachsen.
"Die schnellen Verbindungen haben den Fremdenverkehr in den Städten und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecken explosionsartig gefördert. Dies gilt insbesondere für Städte wie Tianjin oder Wuhan, die zuvor auf der touristischen Landkarte nicht so wichtig waren", sagte Wang Yongping, Sprecher des Eisenbahnministeriums.
Laut den Angaben des chinesischen Eisenbahnministeriums kamen allein in den ersten sieben Monaten nach Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Guangzhou und Wuhan 47,9 Millionen Besucher. Dies entspricht einer Steigerung von 35,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Wuhans Tourismus profitierte nicht unerheblich davon. Über drei Milliarden Euro haben die knapp 50 Millionen Touristen in Wuhan ausgegeben.
Auch die Stadt Tianjin, die seit August 2008 mit einem Hochgeschwindigkeitszug mit Peking verbunden ist, konnte allein durch den Tourismus einen Umsatz von über neun Milliarden Euro verbuchen. Mit einer Reisedauer von 30 Minuten haben viele Besucher eher das Gefühl, dass sie sich innerhalb der Stadt bewegen, als dass sie zwischen zwei Städten reisen. Derzeit werden mehr als 100.000 Menschen im Bereich der Dienstleitungsindustrie geschult, um dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften gerecht zu werden.
In den beiden Städten Wuhan und Tianjin sowie in der benachbarten Provinz Hebei haben die Behörden zwischenzeitlich rund 100 Attraktionen ausgesucht, die mit einem gültigen Zugticket vergünstigt besucht werden können. Touristen, die China mit dem Zug anstelle dem Flugzeug bereisen, können ohne auf Komfort zu verzichten bis zu 50 Prozent an Kosten einsparen, so Hongtu Zhou der KaiYuan Information & Business GmbH, die über die Internetseite tochina.de Chinareisen anbietet. Zudem sind die Fahrten mit den bis zu 390 Stundenkilometern schnellen Zügen allein schon eine Attraktion für sich.
"Mit den Zuglinien haben sich regelrechte Arterien gebildet, welche die Entwicklung von kleinen und mittleren Städten auf den Strecken fördern", so Wang Yongping gegenüber der chinesischen Tageszeitung China Daily.
Allein in diesem Jahr sollen noch 4.715 weitere Schienenkilometer dem Verkehr übergeben werden. Die neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken werden dann die Hauptstadt Peking mit der Metropole Shanghai und der hoch im Norden Chinas liegenden Harbin verbinden. Ebenfalls freigegeben werden soll ein weiteres Teilstück der Strecke zwischen Peking und Guangzhou.
45 neue Flughäfen und 700 neue Flugzeuge bis 2015.

China möchte bis 2015 die unglaubliche Summe von 164.622.795.400 Euro (knapp 165 Milliarden) in den Ausbau der zivilen Luftfahrt investieren. Bis 2015 sollen nach Angaben der Civil Aviation Administration of China (CAAC) landesweit 45 neue Flughäfen gebaut werden und die Flotten der chinesischen Fluggesellschaften um 700 weitere Flugzeuge ausgebaut werden. China wird nach dieser Planung dann 220 Flughäfen und eine Flotte von 4.500 Flugzeugen haben. Das Land hat derzeit v Verkehrsflughäfen in Betrieb und hält mehr als 2.600 Flugzeuge in ihrer Flotte.
Ziel Chinas ist es jedoch nicht nur, die Infrastruktur zu verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Fluglinien zu steigern. Ausländische Fluggesellschaften gewinnen bislang die Oberhand im lukrativen internationalen Reisemarkt. Die Statistiken zeigen, dass inländische Luftfahrtunternehmen nur 46 Prozent des internationalen Personenverkehrs und weniger als 30 Prozent des internationalen Frachtverkehrs abwickeln. China verfügt über 43 Fluggesellschaften. Davon sind acht in Privatbesitz und 35 staatlich. 16 der staatlichen Fluggesellschaften sind Joint Ventures.
Chinas Luftfahrt boomt. 2010 wurden 267 Millionen Fluggäste transportiert. Damit wurde gegenüber 2009 ein Wachstum von 15,8 Prozent erzielt.
Quelle: China Daily
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